kms-nk

Schüler_innen/Künstler_innen und Planer_innen begleiten den Sanierungsprozess der Neuköllner Karl-Marx-Straße.

Seit 2008 finden jährlich Workshops mit Schüler_innen/Künstler_innen und Planer_innen statt. In diesen können viele Erkenntnisse gewonnen und wichtige Beiträge zum Entwicklungsprozess des Neuköllner Zentrums geleistet werden.

Der Titel der Workshopreihe kms-nk bezieht sich auf das Sanierungsgebiet, die Karl-Marx-Straße (kms) in Neukölln (nk). kms könnte aber auch für „Kunst macht Stadt“ stehen und damit den Workshop gut beschreiben.

Die Workshopreihe wurde von der ehemaligen Kulturamtsleiterin Dr. Dorothea Kolland initiiert und befindet sich inzwischen in der Trägerschaft des Kulturnetzwerk Neukölln sowie des Young Arts NK. Die Leitung des Projektes übernimmt die Architektin und Künstlerin Katharina Rohde.

One Comment

  1. Horst Evertz

    Als wir 2008 erstmal auf Initiative von Dr. Kolland, damals Leiterin des Kulturamtes, die ersten Schülerworkshops veranstalteten, waren wir uns nicht sicher, wie diese Idee sich entwickeln wird. Aber Aufsehen erregte der Gedanke schon, dass Künstler und Stadtplaner/Architekten zusammenarbeiten, dass Beteiligung von Schülern an der Planung und Umgestaltung des Neuköllner Zentrums vom ersten Tage an auf der Agenda stand. Neue Wege wollten wir alle gehen. Die Grenzen zwischen den unterschiedlichen Verwaltungsteilen einreißen, über den Tellerrand gucken, Transparenz einführen, wo bisher eine Trennung zwischen Planer und Bürger vorherrschte.

    Die Themen, die dann in den vergangenen Jahren behandelt wurden reichten vom Platz der Stadt Hof über die Gestaltung der Fassaden in der KMS bis zu der Frage, was macht Urbanität aus, oder wie dörflich ist Neukölln.

    Nun ist aber kein Thema so gut geeignet, die Ideale der Schülerworkshops, Kinder und Jugendliche unmittelbar an der [Aktion!KMS] zu beteiligen, mit Leben zu erfüllen:
    Der Karl-Marx-Platz soll erst in einigen Jahren umgebaut werden. Das heißt, nichts ist bisher festgelegt. Bevor wir einen Wettbewerb zur Umgestaltung des Platzes einleiten, müssen die Aufgabenstellung und die Nutzungskonzepte erarbeitet werden. Einfacher ausgedrückt: was soll der Platz den Neuköllnern nach der Umgestaltung bieten?
    Dass diese Fragen nun von den Schülerworkshops bereis behandelt werden, hilft uns sehr.

    Nun ist die Wunschliste, die von den Kindern erarbeitet wurde, lang. Sicherlich kann nur ein Bruchteil davon realisiert werden. Ich glaube, das ist auch den Kindern klar. Der Karl-Marx-Platz ist ja kein Spielplatz ausschließlich für Kinder. Aber mit den Eindrücken der Kinder kann er auf jeden Fall kindgerechter oder familienfreundlicher werden.

    Und dass von Jugendlichen Themen wie Dreck oder Lärm angesprochen werden, muss uns veranlassen, etwas dagegen zu unternehmen. Das Ziel ist ein sauberer und ruhiger Platz.
    Nicht zuletzt gibt uns der VHS-Kurs von Frauen den Hinweis: auf dem Platz könnte man sehr gut einen Café trinken und dazu ein Stück Kuchen in der Sonne.

    Bei aller Ideenvielfalt, das wichtigste ist, wir haben die Möglichkeit und die Pflicht die Teilnehmer an den Schülerworkshops so ernst zu nehmen, wie sie es gemeint haben.
    Horst Evertz, Prozesssteuerung [Aktion!KMS]

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