Workshop: Die weibliche Note

Teilnehmerinnen eines Mütterkurses der Volkshochschule Neukölln verändern temporär den Karl-Marx-Platz und geben diesem eine weibliche Note.

3. Juni 2013 Abschlussveranstaltung auf dem Karl-Marx-Platz

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An einem extrem wechselhaften Tag bauten wir unseren Café Stand auf. Eine Herausforderung bestand darin, die Sari-Stoffe und sonstigen Deko-Materialien vor dem starken Wind zu sichern. Kaum aber tauchten die Teilnehmerinnen auf wurde alles ganz leicht. Eine jede der Frauen übernahm eine Aufgabe. Eine Gruppe baute das Spielhaus auf, eine weitere Gruppe kümmerte sich um den Café-Stand, andere Frauen verteilten überall bunte Blumen aus Papier, die uns Frauen anderer Kurse freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatten.

Auf einmal belebte sich der sonst eher ungenutzte Platz. Es gab zu Essen, zu Spielen, zu Erzählen und von den anderen zu Lernen. Die Veranstaltung wurde sehr vielfältig und ein wenig durcheinander, als Schüler, Künstler, Stadtplaner, Mütter aufeinander trafen. So hatten wir alle es wohl auch gewollt.

Wadad und Zeinab standen am Café-Stand. Dilek kam mit Sigara Börek vorbei. Mimi bastelte Nudelketten mit den Kindern. Sumathi, Shuruk, Jasmine und Raji hatten alle leckere Speisen mitgebracht und waren bereit, ihr Wissen in Tamilisch, Deutsch, Arabisch und Mathematik weiter zu geben. Es ergab sich leider nicht die Möglichkeit zu den kleinen Mini-Lernaktivitäten.  Claire und Elli hatten einen Geschichtenerzähler- und einen Zuhörer-Stuhl vorbereitet, fürs Erzählen fehlte auf dem Platz wohl die Muße.

Insgesamt hatten alle jedoch ihren Spaß. Erste Kontakte und Recherchen in Richtung Aufstellen eines Standes auf dem Wochenmarkt am Karl-Marx-Platz wurden getätigt. Nun bleibt abzuwarten, ob die Idee des Café “Milch und Honig” Wirklichkeit wird und umgesetzt werden kann.

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30. Mai 2013

Dieser letzte Termin vor dem Abschluss-Event am 3. Juni bedeutet vor allem Organisation und Klärung noch offener Fragen. Es kamen etwa 12 Frauen, die fast alle beim Abschluss-Event dabei sein können. Die meisten von ihnen haben Kinder, kommen etwas später oder gehen früher.

Dabei sein werden: Raji, Sumathi, Mimi, Yam (?), Dilek (?), Claire, Somjai Shahnaz, Shuruk, Zeinab, Rania, Sprachlehrerinnen Brigitte Behnke und Jasmine Ghandtchi (mit Tochter Alisha)

Es werden etwa 3-4 Süßspeisen (2 Kuchen, thailändische Süßigkeit, u.U. ital. Süßigkeit) angeboten werden, ebenso viele salzige Speisen (Sigara Börek, Weinblätter, libanesischer Kartoffelsalat (Paptatas), u.U. Falafel). Dazu soll es Kaffee, Tee und vielleicht ein paar kalte Getränke geben.

Montag ab 12 h treffen sich die Ersten auf dem Platz zum Aufbau. Bei schlechtem Wetter im Young Arts. Ab 13.30 h sind alle auf dem Platz, so möglich.

Bei der Diskussionsrunde machen mit: Claire und Raji, Jasmine so möglich, Anna und Haim

Anschließend Besprechung der einzelnen Angebote.

Es wurde beschlossen, das Einfache, Provokante der Einladungsflyer zu übernehmen und in kurzen Sätzen auf die Angebote / Stationen unseres Cafés hinzuweisen. Etwa: Hier gibt es zu Essen – Café – Guten Appetit! oder „Spielt mit uns!“ oder „Was Neues Lernen in 15 Minuten“.

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Die Inhalte der Angebote wurden weiter im Detail besprochen:

Im Café werden zu den Speisen die Rezepte gleich mit angeboten. Es besteht auch die Möglichkeit, eigene Rezepte in einem Rezepte-Kasten zu hinterlegen. So lernen wir von unseren Besuchern.

Sumathi bietet Spannendes über Mathematik an, Raji gibt einen Mini-Kurs in Tamilisch, Shuruk gibt einen Mini-Kurs für Tamilisch, Jasmine bietet einen Deutschkurs an.

Kinder und Erwachsene können mit Mimi bunte Ketten aus bemalten Nudeln basteln. Claire erzählt Geschichten und lädt ein, den Geschichten der Besucher zuzuhören (und die aufzuschreiben). Es kann auch gemalt werden oder Alisha wird Gesichts-Schminken anbieten.

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Während die Frauen sich an die Gestaltung der Plakate für die einzelnen Stationen machten, bekamen wir Besuch von Sabine Guzy von der VHS-Neukölln. Sie hatte die Idee, dass die Frauen ihre Idee weiter tragen könnten und bei der Frauen-Info-Börse am Donnerstag, 6.6.13 vor dem Rathaus zur Verschönerung des VHS-Standes beitragen könnten. Mit ein paar Speisen und bunten Deko-Blumen könnte auf vielseitigere Weise für die Mütterkurse geworben werden.

Vielleicht ist dies ein erster Schritt in Richtung wirkliches Café. Wir sprachen über die Möglichkeit, einen Stand auf dem Markt des Karl-Marx-Platzes zu errichten, dort Speisen und Getränke anzubieten. Am 3. Juni wollen wir mit den Stadtplanern über diese Übergangslösung in Richtung Café am Karl-Marx-Platz sprechen. Die drei Frauen SUMATHI, RAJI und MIMI möchten sich kümmern so eine Idee auf die Beine zu stellen. Anna, Haim und Jasmine können das unterstützen.

Mit Gefühl fürs Drama wurde über den Namen des Cafés in letzter Minute abgestimmt. Der Favourit des Tages ist:

MILCH UND HONIG

So lautet also nun unser Arbeitstitel. Anbei das Ideenpapier zum Café, welches zu Beginn des Tages besprochen und finalisiert wurde.

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Ein Café von Frauen am Karl-Marx-Platz -
MILCH UND HONIG (Arbeitstitel)

 Idee zu einem internationalen Frauencafé in Berlin Neukölln

Ein Traum wird wahr: Mitten in Neukölln, auf dem bisher etwas vernachlässigten Karl-Marx-Platz, entsteht ein Café. Eine Gruppe von Frauen (mit Migrationshintergrund) leitet es. Sie schaffen eine freundliche, warme und familiäre Atmosphäre, in der man sich wie Zuhause fühlt. Die Lebensqualität auf dem Platz verbessert sich und auf einmal hält man sich gerne hier auf.

In Neukölln trifft sich die ganze Welt. Und das jeden Tag. Unterschiedliche Sprachen, Kulturen, Lebensweisen begegnen sich. Wir können dabei viel von anderen und über uns selbst erfahren, entdecken und lernen. Dazu brauchen wir einen Ort, an dem wir uns gut und sicher fühlen und an dem wir gleichzeitig etwas lernen können.

In unserem Café Milch und Honig (AT) verbindet sich das Nützliche mit dem Angenehmen. Besonders Mütter, die sich täglich um ihre Familien kümmern, brauchen die Unterstützung anderer Frauen, wollen sich austauschen und sich  zu Hause fühlen. Sie möchten miteinander sprechen, einander verstehen, verstanden werden. Sehr oft aber leben die „echten“ Familien weit in der Ferne und werden im Alltag gebraucht und vermisst. In unserem Café können sich Familien, hauptsächlich Mütter mit ihren Kindern, treffen, miteinander sprechen, zuhören, spielen, Neues lernen, aber auch selbst anderen zeigen, was sie gerne machen und können. Füreinander da sein und sich gegenseitig helfen, das ist die Idee unseres Cafés. Wie in einer Familie.

Unser Angebot:

Essen

  • In 80 Rezepten um die Welt – jede Woche neue Rezepte und Speisen aus anderen Ländern
  • Themenwochen zu den verschiedenen Ländern
  • Gesunde Lebensmittel, Bio-Qualität und aus der Region
  • Rezepte der Woche werden ausgehängt und können mitgenommen werden
  • Neue Rezepte von Gästen werden in einem Rezepte-Kasten gesammelt
  • Omas Rezepte-Küche

Spielen, Lernen und Kinderbetreuung

  • Sprachunterricht in verschiedenen Sprachen (Deutsch, Türkisch, Chinesisch, …)
  • Gemeinsam sprechen, lesen, Filme schauen – in der jeweiligen Sprache, passend zu dem wöchentlichen Essen
  • Computerkurse
  • Lesegruppen
  • Gedichte und Geschichtenschreiben
  • Spieleabende, Brettspiele
  • Spiele erfinden
  • Handarbeit und Handwerk

Entspannung und Schönheit

  • Naturkosmetik selbst herstellen, z.B. Seifen, Cremes
  • Schminken und Frisuren
  • Kosmetiktipps aus anderen Ländern
  • Entspannungstechniken, wie Yoga, Autogenes Training, Qi Gong …

Sumathi Karl-Marx-Platz Utopie

Utopie Karl-Marx-Platz, Sumathi Thurairasa

 

 

 

23. Mai 2013

Heute waren sehr viele Frauen da, wir zählten 12 Teilnehmerinnen und hatten Besuch von zwei Stadtteilmüttern, die ihr Projekt vorstellten sowie von Katharina Rohde und Aurelien.

Zuerst besprachen wir das Ideenpapier für das Café-Projekt. Von den Stadtteilmüttern bekamen wir positives Feedback und stießen auf Interesse für so eine „Power-Frauen“-Idee. Es hat sich eine neue Idee ergeben: während man Gelder und Möglichkeiten für das Café akquiriert, eröffnet man bereits ein mobiles Frauen-Café mit Stand, der z.B. an Markttagen auf dem Karl-Marx-Platz Kuchen und internationale Speisen anbietet.

Das Café hat aber noch keinen Namen. Diesen suchten wir ebenfalls und eine Reihe verschiedenster Ideen kamen auf:

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Wir wollen erst bei unserem letzten Treffen über den Namen abstimmen. Vielleicht werden wir uns ja ganz schnell einig.

Mithilfe eines Modells ging es dann in die Planung der Veranstaltung am 3. Juni. Wir haben:

-       einen Stand, mit Stoffen dekoriert, an dem Kuchen, Speisen, Kaffee und Tee gegen Spende ausgegeben werden können

(Rania und Elli kümmern sich um Essensverkauf am 3. Juni)

-       3 Kaffeehaustische mit ca. je 3 Stühlen (Claire erzählt und sammelt Geschichten und Rezepte an einem der Tische)

-       Papphaus auf Unterlage für Spielecke (Michela und Raji bieten Angebote für Kinder an; Schminken, Ketten aus Nudeln und Zeichenangebote)

-       der Bereich „Lernen“ im Café wird durch mobile Lernmöglichkeiten durch die Frauen angeboten. Eine jede hat Stifte und Klemmbretter, die zu Arbeitsmaterial und Spielwerkzeug werden. (Sumathi – Mathe und Tamilisch; Schuruk – Arabisch; Raji – Tamilisch bieten Mini-Sprachkurse an.)

Wadad musste früher gehen. Sie kann sich nächstes Mal entscheiden, was sie am 3. Juni machen möchte.

Es war sehr gut, dass Katharina da war. Sie legte dar, wo sich die anderen Workshops präsentieren werden, wusste wie viele Stühle wir zur Verfügung haben können und hatte hilfreiche Anmerkungen zu geben. So scheint die Idee des Sitzbereichs auf dem Boden auf einem Platz wie dem Karl-Marx-Platz unrealistisch – niemand setzt sich auf so einem Platz auf den Fußboden.

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Wie wird das Event aussehen?

Das Café-Projekt wird durch einen selbstgebauten, mit bunten Sari-Stoffen dekorierten Stand repräsentiert werden, der in dem Rund des Märchenbrunnens steht. Hier werden von Rania und Elli Kuchen und internationale Speisen sowie Tee und Kaffee gegen Spende angeboten. Die Rezepte der Speisen werden den Besuchern auf Wunsch ebenfalls mitgegeben.

Ferner verstärken drei Kaffeehaustische die 2-stündige Illusion eines Cafés. An einem der Tische erzählt Claire Geschichten von England, sammelt die Geschichten der Besucher und ebenfalls ihre Rezepte für Speisen, die sie gerne in einem Café wie dem Unseren essen würden.

Ein kleines Haus aus Pappe symbolisiert die Idee des Spielangebots im Café, gleichzeitig die Idee der Teilnehmerinnen, aus der Grünanlage auf dem Platz einen Spielplatz für Kinder zu machen. Raji und Michela basteln mit den Besuchern dieser Station Ketten aus Pasta, bieten Gesichtsbemalung an.

Das Angebot Lernen wird durch ein mobiles Lehr- und Lernangebot dargestellt. Mit Stiften, Papier, Klemmbrettern und einem Konzept für ein Mini-Lehrangebot ausgestattet stellen Sumathi (Mathematik und Tamilisch), Raji (Tamilisch) und Schuruk (Arabisch) ihr Wissen zur Verfügung. In 10 Minuten kann man ein Kinderlied auf Tamilisch, ein Kochrezept auf Arabisch oder alles über die Berechnung des Flächeninhaltes bei Würfeln lernen.

Die Frauen erarbeiteten in Gruppen erste Konzepte für die konkrete Durchführung ihrer jeweiligen Aufgaben. Beim nächsten Mal werden diese in der Gruppe vorgestellt. Die Konzepte sollen konkretisiert werden (besonders beim Lern-Angebot).

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Beim nächsten Mal sind folgende Fragen zu klären:

- Essen: Wer bringt was mit? (Sumathi, Raji, Anna machen Kuchen; Jasmine / Zoe machen Sigara Böregi, Rania macht etwas Jordanisches etc.) Finger Food!

(Trinken: Es werden Teebeutel und Nescafé aufgebrüht werden. )

- Dekoration: Bitte Papierblumen mitbringen! Blumen aus Seidenpapier oder Krepp-Papier müssten gebastelt werden. Was dürfen wir von dem, das in unserem Raum ist, mitnehmen?

- Texte für einzelne Stationen schreiben.

- Plakate malen: mit Projekttitel DIE WEIBLICHE NOTE und mit Name des erdachten Cafés.

- Besprechen: wie können die Frauen den Besuchern sehr kurz und knapp erzählen, was wir da machen wollen? Kurzen Text hierfür entwerfen!

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Wir bedanken uns bei allen für die spannende und konstruktive Arbeit heute!

 

16. Mai 2013

Mit Shahnaz, Somjai, Sumathi, Zeinab, Francisca, Claire und Michela waren 7 Frauen anwesend, außerdem die Lehrerin Jasmine Ghandtchi.

An diesem Tag ging es nur in kleinen organisatorischen Fragen um das Event am 3. Juni. Wir wollten uns erst einmal der wirklichen Café-Idee widmen. Ist es realistisch ein internationales Café von Frauen betrieben aufzumachen? Wie sieht unser Café aus?

Die Sprachkompetenzen der Frauen werden besonders stark gefordert, da es nun um Visionen, Wörter und Spezialwissen geht.

Die Frauen teilten sich in Gruppen und besprachen Ideen zu den Themenbereichen:

Essen, Spielen, Lernen, Handwerk, Wellness, Kinderbetreuung

Es wurden viele Vorschläge gesammelt und die Frauen fanden Spaß an der Aufgabe.

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Am Ende hatten wir folgendes Grundgerüst für ein Konzept entwickelt:

Das Café soll ein Ort des Aufenthalts, des Genießens internationaler Speisen und des Miteinander-Erlebens sein. Vor allem soll es eine freundliche familiäre Atmosphäre bieten. Es wird von Frauen betrieben, deren Familien nicht in Deutschland sind, die sich vor allem nach Austausch und Zugehörigkeit sehnen. Mit diesem Projekt wollen sie sich diese Zugehörigkeit selber schaffen.

In dem Café soll neben Speisen auch ein kulturelles Programm geboten werden, das von den Frauen selbst kommt oder zumindest die große Bandbreite der Kulturen, aus denen sie kommen, repräsentiert.

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Geboten werden:

Essen:

-       (wöchentlich) wechselnde Rezepte internationaler Küchen, es gibt Themenwochen zu den verschiedenen Ländern. Kulinarisch wird eine Reise um die Welt beschritten, das landestypische Essen wird angeboten.

(Die Zutaten sollen Bio-Qualität haben und aus der Region kommen.)

-       Die Rezepte der Woche werden ausgehängt und können zu Hause nachgekocht werden.

-       Es gibt auch einen Rezepte-Kasten, in welchen die Gäste eigene Rezeptvorschläge geben können.

Lernen, Spielen, Kinderbetreuung:

In dem Café kann gelernt, aber auch Spiele gespielt werden, etwa

-       Sprachunterricht in diversen Sprachen (deutsch, englisch, türkisch etc.), auch Konversationskurse oder Leseabende in einer bestimmten Sprache

-       Lesegruppen (z.B. literarischer Zirkel)

-       Nachhilfeunterricht für Schüler und Erwachsene

-       Musik, Tanz, Theater (Vorführungen und Kurse)

-       Filmabende (z.B. zu den kulinarischen Themenländern der Woche)

-       Computerkurse

-       Kurse / Veranstaltungen in Gedichte und Geschichtenschreiben

-       Spiele: Spielangebot für Kinder und Erwachsene, darunter z.B. 1 x wöchentlich Brettspiele (scrabble, Tabu, Schach, Activity), auch Spielturniere

-       Schminken / Frisuren (z.B. afrikanische Zöpfe flechten)

-       Handarbeitskurse (stricken, sticken, nähen)

Alle Angebote können in verschiedenen Sprachen angeboten werden.

Dies ist der Ideenkatalog.

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Herr Matthes von den Stadtplanern kam zu Besuch und wir stellten ihm die wichtige Frage: Ist es realistisch, dass wir so ein Café aufziehen? Wie könnten wir Hilfe dafür bekommen?

Für die Baukosten sind Zuschüsse von der Aktion! Karl-Marx-Str. möglich, doch in eher kleinem Umfang. Hierzu gibt es einen Aktionsfonds für die KMS, hier werden investive Projekte gefördert (Wirtschaftsförderung). Aktionsfonds hat 15.000 € / für 20-30 Projekte, also ist realistisch Anträge bis ca. 1.000 Euro zu beantragen. Antragsteller geben 50 % Eigenanteil in ihr Projekt. Beispiel für gefördertes Projekt: Markise, Mobiliar eines Cafés. Ausschreibung ca. im November. Kontakt: www.aktion-kms.de

Ferner ist es möglich sich zu wenden an die

-       Wirtschaftsförderung Neukölln

-       City Management (wirtschaftliche Beratung)

-       Quartiersmanagement Richardplatz (dies ist wahrscheinlich die richtige Adresse für ein auch soziales Projekt)

Es wurde über weitere Faktoren der Realität gesprochen: Mieten in der Gegend liegen zwischen 15 € / m2 und 30 € / m2, können aber auch 50 € pro m2 betragen. (Für einen Raum von 100 m2 bedeutet das eine Miete von 5.000 €.)

Für Bestuhlung außen muß eine Genehmigung vom Ordnungsamt eingeholt werden, das kostet auch etwas. Die Marktbetreiber sind sicher interessiert an Gastronomie und einer Aufwertung ihres Marktes.

Weitere Kosten, die für ein Café hinzukommen und kalkuliert werden müssen sind: Steuern (Gewerbe- und Vorsteuer), Mobiliar, Einrichtung (Kaffeemaschine, Herd, Abzugshaube etc.), Personalkosten, Kosten der Produkte selbst. All diese Kosten müssen mit den zu erwartenden Einnahmen gegen gerechnet werden.

Das alles ist ernüchternd und auch etwas abschreckend. Wir sind aber noch gar nicht so weit. Zuerst soll ein Ideenpapier für das Café geschrieben werden, das auch am 3. Juni präsentiert werden kann.

Tip: Frauencafé Schierker Str. an Schillerpromenade, hat ähnliches Konzept. Kontakt mit diesem Café soll aufgenommen werden. Ob jemand dort Erfahrungsberichte geben könnte?

Nächstes Mal möchten wir:

-       Namen für Café besprechen

-       1. Version Ideenpapier ansehen

-       wenn möglich Gespräch mit erfahrenem Betreiber Café (entweder Café Blume oder Frauencafé)

-       Planung der Darstellung unseres Vorhabens auf dem Karl-Marx-Platz am 3. Juni. Die grobe Idee ist, die verschiedenen angedachten Angebote des Cafés in verschiedenen „Stationen“ zu repräsentieren. Also: Essen an Tresen mit Kuchenverkauf gegen Spende, Nachhilfe an Tisch, Sprachunterricht an Tisch, Kinderbetreuung an kl. Häuschen aus Pappe, das gleichzeitig den geplanten Spielbereich an KMS-Platz repräsentiert.

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7. Mai 2013

Heute erschienen nur vier Frauen zum Workshop: Zeinab, Sumathi, Franziska und Mehrube. Dazu Lehrerin Brigitte Behnke, Workshopleiter Haim Peretz und Anna Faroqhi.

Ausgehend von unseren Erfahrungen mit dem Karl-Marx-Platz am Montag, den die Frauen aus nicht sehr positiven, nicht sehr gut genutzten Platz bewerteten, sammelten wir Ideen, dazu, wie denn ein schöner Platz aussehen müsse. Die Frauen gestalteten dazu jede ein Papier, notierten ihre Forderungen. Auch sahen wir uns Beispiele gelungener Plätze an und besprachen, was es sei, das diese Plätze schön mache. Die Postkarte von KAWOKA Architekten mit der Frage: „Ein Platz ist toll, wenn…“ wurde ebenfalls herum gegeben.

Es kam heraus, dass schöne Plätze vor allem Orte sind, die dazu einladen, inmitten des städtischen Treibens RUHE zu finden. Dennoch sind sie LEBENDIG, eignen sich also als Treffpunkt.

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Wichtig sind:
- LEBEN
- MUSIK (umsonst und draußen)
- BLUMEN / BÄUME
- WASSER
- BÄNKE / SITZMÖGLICHKEITEN
- RUHE
- CAFÉ
- SPIELEN
- FREIHEIT
- LICHT (nachts)
- ARCHITEKTUR

In einer Zeichnung fasste Sumathi so ungefähr zusammen, was die Teilnehmerinnen am Karl-Marx-Platz verändern würden, um diesen zu einem schönen Platz zu machen.

Ein schöner Platz Sumathi JPG

 

ÄNDERUNGEN: „Der Brunnen sollte belebt werden. Es muss Wasser dort fließen. Es wäre schön, wenn man den Brunnen selbst verändern könnte. Um ihn herum sollten Blumen stehen, damit das Ganze nicht so kalt wirkt. Neben den Bäumen sollte man Palmen aufstellen, die sind auch in Winter grün. Es müssen mehr Bänke auf den Platz. Ein Elterncafé soll eingerichtet werden, wo man mit den Kindern etwas unternehmen kann. Die Blumenrabatte an der Spitze des Platzes soll weg, dafür soll dort ein Spielplatz stehen. Um den Platz herum sollte ein Zaun stehen, der den Platz schützt. An dem Zaun sollten Bilder sein, auf der einen Seite Fotos des historischen Karl-Marx-Platzes mit einem Text zur Geschichte; auf der anderen Seite sollten Bilder von berühmten Plätzen in der Welt zu sehen sein. Man könnte sich auch vorstellen, dass es an dem Zaun Wechselaustellungen gibt.“

Es gibt 4 leerstehende Läden am Karl-Marx-Platz. Kann man diese anmieten?

Die Website des Projekts, die Ideen und Präsentationsideen der anderen Workshops wurden vorgestellt.

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Workshoparbeit 7. 5. 2013
Ab nun müssen wir auf zwei Ebenen arbeiten:

1. Wir wollen sehen, ob es für uns tatsächlich Möglichkeiten gibt, ein Elterncafé auf dem Karl-Marx-Platz zu realisieren.

2. Außerdem wollen wir ab unserem nächsten Treffen am 16.5. aktiv an der Gestaltung der Präsentation arbeiten.

Die anwesenden Frauen denken nach, was sie selbst für ein Café / für die Präsentation der Café-Idee leisten könnten.

Mehrube will verkaufen und kellnern (Präsentation: präsent sein, Fragen beantworten?), Hausaufgabenhilfe in Türkisch

Zeinab  will kochen und organisieren (Präsentation: Organisation und Präsentation von Kochrezepten)

Sumathi will Mathematikunterricht geben und organisieren, auch sehr gerne Kinderbetreuung anbieten (Präsentation: Organisation und Mathe)

Franziska könnte Englisch unterrichten, doch sie weiß noch nicht, ob sie Zeit hat

Zeinab, Mehrube und Sumathi versuchen am 15. 5. zum Treffen der Organisatoren zu kommen.

Bis Do. 16. 5. wollen alle nach Bilder von schönen Plätzen (in ihrer Heimat) suchen, hohe Auflösung, da diese stark vergrößert werden. Brigitte Behnke informiert die Teilnehmerinnen, die heute nicht da waren, über den Stand der Dinge. Bei Fragen kann man jederzeit eine E-mail an Anna schicken.

6. Mai 2013
An diesem sonnigen Maimorgen fanden sich sieben Teilnehmerinnen ein. Alle wissen: es geht um den Karl-Marx-Platz und dessen Verschönerung. Bei einem ersten Treffen war die Idee entstanden, ein multikulturelles Café zu entwickeln, das nicht nur internationale Speisen im Angebot führen soll sondern auch Lernort und Tauschbörse für Wissen sein kann.

Handwerkliche Fähigkeiten wie Nähen oder Sticken könnten angeboten werden, aber auch Sprachunterricht wie Russisch, Marokkanisch, Deutsch oder Tamilisch.

Eingangs stellten wir uns die Frage: Was kann ich gut? Die Frauen sind selbstbewusst und klar in ihrer Selbstdarstellung. Fähigkeiten wie gutes Kochen, das Schaffen einer liebevollen Atmosphäre für die Familie und Gäste, Unterstützung der Kinder werden als selbstverständlich angesehen, werden nicht extra erwähnt.

Ich kann… Dilek Ich kann… Rania

Ich kann… Shahnaz

Bei einer gemeinsamen Exkursion auf den Karl-Marx-Platz erstellen die Frauen Skizzen und schreiben Ideen für die Gestaltung des Karl-Marx-Platzes auf. Der Blick der Teilnehmerinnen ist praktisch orientiert und sehr klar. So wird der Platz allgemein als nicht sehr schön, schmutzig und unzureichend genutzt eingestuft. Es soll nach der Meinung vieler die Grünanlage an der spitzen Seite des Platzes durch einen Spielplatz für Kinder ersetzt werden. Der Brunnen (der nicht besonders beliebt ist) soll mit Wasser wiederbelebt werden und durch eine ihn umgebene Blumenebene freundlicher gestaltet werden. Mehr Bänke sollen aufgestellt werden. Herzstück der Verschönerung stellt die Idee des Cafés dar. Es soll nicht nur traditionelle Bestuhlung haben, sondern auch eine Sitzebene zu ebener Erde (Teppich mit Sitzkissen) haben. Wichtig ist, dass es einen Bereich für die BesucherInnen gibt und einen für die Kinder. Sie sollen sich frei bewegen können. Dazu müsste der Platz einladender sein, müssten Spielangebote geschaffen werden.

Skizze vor Ort 1

Uns fiel auf, dass mindestens vier der umliegenden Läden leerstehend sind. Es gilt herauszufinden, ob einer dieser Läden angemietet werden könnte.

Wir stellten uns die Frage: wie wird der Platz jetzt genutzt. Ein paar Fotos zeigen dies sehr eindeutig:

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Aufenthalt (temporär)

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Anschauen (mit Befremden)

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Durchlaufen (so schnell wie möglich)

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Parkplatz (illegal)

Morgen wollen wir diskutieren, was einen gelungenen Platz ausmacht. Wie sieht so ein Platz aus? Was macht man auf einem schönen / gelungenen Platz?

 

Konzept: Die weibliche Note
Der Karl-Marx-Platz ist ein misslungener Platz, der im Moment nicht wirklich genutzt, und daher kaum wahrgenommen wird. Die Gesamtanlage ist unklar / aggressiv mit dem spitzen Winkel in Richtung des Richardplatzes. Der Brunnen funktioniert nicht, auch dies ein Zeichen schlechter Energie. Außer zu Marktzeiten gibt es keinen Grund, sich auf dem Platz aufzuhalten. Die Läden um den Platz herum erzählen von der ärmlichen, vernachlässigten Struktur des Gebiets: Trödler, Döner-Buden, Telefonläden und Spielhallen. Eine mögliche Beschreibung für den Platz könnte sein: hier herrscht ein Überschuss an Testosteron!

Mit den Teilnehmerinnen eines Mütterkurses an der VHS Neukölln wollen wir versuchen, dies wenigstens für kurze Zeit zu verändern. Eine weibliche Note soll gefunden werden.

Hierzu wird der Platz gemeinsam mit den Teilnehmerinnen fotografisch und in Zeichnungen erkundet. Eigene Ideen für eine stadtplanerische Veränderung wird mit den vorliegenden Plänen verglichen und diskutiert. Daraufhin werden performative Ansätze für die Abschluß-Präsentation am 03.Juni entwickelt, die mögliche Veränderungen andeuten könnten.

Im Workshop sollen die Veränderungsvorschläge möglichst so weit ausgearbeitet werden, dass sie von den Teilnehmerinnen auf der Abschlusspräsentation erläutert werden können.

Der Workshop wird von Anna Faroqhi und Haim Peretz geleitet und findet in Kooperation mit der VHS Neukölln und dem Mütterkurs bei Jasmine Ghandtchi statt.
12 – 19 Frauen im Alter von 18 – 45 Jahren werden über einen Zeitraum von zwei Wochen mit dem Künstlerteam arbeiten.

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